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	<title>Deutsches Farbenzentrum e.V. &#187; Farbmarketing und Trendforschung</title>
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	<description>Zentralinstitut für Farbe in Wissenschaft und Gestaltung</description>
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		<title>1st BYK-Gardner Iberian Automotive Meeting</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 08:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Farbenzentrum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbmarketing und Trendforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Farbtechnologie und Anwendung]]></category>

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		<description><![CDATA[The University of Alicante (Spain) will organize for next days 13th and 14th October a singular scientific-technologic event: the 1st BYK-Gardner Iberian Automotive Meeting; very focused on design, metrology and management of visual harmony of car bodyworks, with majority attendance of the best European experts in texture (sparkle) and color quality of automotive sector, such [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The University of Alicante (Spain) will organize for next days 13th and 14th October a singular scientific-technologic event: the 1st BYK-Gardner Iberian Automotive Meeting; very focused on design, metrology and management of visual harmony of car bodyworks, with majority attendance of the best European experts in texture (sparkle) and color quality of automotive sector, such as from car factories as coatings, plastics, and other affine providers.</p>
<p>The website is as follows: <a href="http://web.csidiomas.ua.es/congresos/iberianautomotive/index.html">http://web.csidiomas.ua.es/congresos/iberianautomotive/index.html</a> .</p>
<p>The registration is free, due to the limited capacity by event website. There are also some travel and accommodation services for delegates from the event website.</p>
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		<title>Farbe und Licht als Vermittler von Bedeutung</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 11:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Buether</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Farbdesign und Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe und Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe und Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Farbmarketing und Trendforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Farbraumgestaltung und Architektur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das erste Erlebnis von Farbe und Licht
„Farbe ist anders“, stellt ein blindgeborener Mensch nach der erfolgreichen Wiederherstellung seiner Sehkraft durch eine Augenoperation fest. Nach dem ersten Öffnen seiner nun erstmals reizempfindlichen Augen erfährt er eine völlig neuartige Empfindung der Art und Weise seiner Existenz in der Umwelt, in der sich neben den ihm bereits bekannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das erste Erlebnis von Farbe und Licht</strong></p>
<p>„Farbe ist anders“, stellt ein blindgeborener Mensch nach der erfolgreichen Wiederherstellung seiner Sehkraft durch eine Augenoperation fest. Nach dem ersten Öffnen seiner nun erstmals reizempfindlichen Augen erfährt er eine völlig neuartige Empfindung der Art und Weise seiner Existenz in der Umwelt, in der sich neben den ihm bereits bekannten Sinnesmedien (lat. medium &#8211; Vermittler) plötzlich eine vollständig neue Quelle von bedeutsamen Erfahrungen eröffnet. Die Intensität der empfundenen Strahlung hingegen erfährt er als Licht, das über seine nun funktionsfähigen Augen in ihn einströmt, seinen Körper wie Wärme umfängt und ihn durch eine Vielzahl von farbigen Tönen in Schwingungen versetzt.</p>
<p><strong>Farbe und Licht als Phänomen</strong></p>
<p>Während die empfundene Farb- und Lichtstruktur für den ehemals Blinden anfangs noch einen rein phänomenalen Charakter besitzt und ausschließlich auf sich selbst verweist, entwickelt sich der Zeichencharakter erst aus dem Prozess der multisensuellen Auseinandersetzung mit der Umwelt. Der Begriff des Phänomens (lat. phaenomenon &#8211; Erscheinung, Lufterscheinung, griech. phainein &#8211; sichtbar machen, sehen lassen) kennzeichnet den Vorgang des „Zum-Vorschein-Bringens“, des „Sichtbar-Werdens“, des „Sich-Zeigens“ von Bedeutungen über die visuelle Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Erst dann fangen Farben und Helligkeiten für den Betrachter an, auf Gerüche, Töne, Materialien und Bewegungen zu verweisen, woraus sich in der Folge die Gedächtnisrepräsentation des  Anschauungsraum entwickelt, die sich daher analog zu ihrer Funktion als Referenzsystem für den Zeichengebrauch sowie die Zeichenbedeutung auch als Sprach- und Erkenntnissystem bezeichnen lässt.</p>
<p><strong>Der Verlust von Farbe und Licht</strong></p>
<p>Der Erblindete dagegen geht in die Dunkelheit und spürt den Verlust der Sinnesmedien Farbe und Licht, über die er mit der Umwelt in einen Verständigungsprozess treten konnte, wogegen sich die Erinnerung an die Farb- und Lichtstruktur seines Anschauungsraums nach wie vor in seinem Gedächtnis repräsentiert. Farbe und Licht sind daher keine Akzidenzen der Umwelt, sondern Sinnesempfindungen des Menschen, der die damit erfahrenen inhaltlichen Bedeutungen aus dem multisensuellen Erlebnis der natürlichen und soziokulturellen Umwelt im Gedächtnis speichern und ebenso wieder abrufen kann. Der Erblindete M. Hull beschreibt diese tiefgreifende Veränderung seiner Existenz wie folgt:  „Wenn man immer tiefer in das Blindsein hineingeht, dann werden die Dinge, die man einst für selbstverständlich hielt und die man, als sie verschwanden, zunächst betrauerte und für die man später die unterschiedlichsten Kompensationen zu finden suchte, am Ende bedeutungslos. Irgendwie scheint es gar nicht mehr wichtig, wie Menschen aussehen oder wie Städte aussehen. Man beginnt mit anderen Interessen, anderen Werten zu leben. Man beginnt, in einer anderen Welt zu leben.“</p>
<p><strong>Farbe und Licht als Informationsmedien</strong></p>
<p>Darüber hinaus erfüllen Farbe und Licht wie alle Sinnesempfindungen eine mediale Funktion, da sie den Menschen über die Umweltbedingungen informieren. Wie er über die Wärme- und Kälteempfindungen seine Körpertemperatur an die Umweltbedingungen anpassen kann, vermag er dies ebenso durch die Anpassung der Spannungsverhältnisse in seinem Muskel- und Gelenksystem an die Schwerkraftbedingungen, wohingegen ihm die Sinnesempfindungen von Farbe und Licht die Anpassung seiner gesamten Existenz an die Bedingungen seiner Umwelt erlauben. Dabei geht die Anpassung des Menschen an die räumlich-visuellen Bedingungen der Umwelt weiter als die aller anderen Lebewesen, welche die Umweltstrahlung ebenfalls für ihre Orientierung- und Handlungs- sowie zum Teil auch für ihre artspezifischen Kommunikationsprozesse nutzen. Die gesamte räumlich-visuelle Kultur des Menschen zeigt das Ergebnis dieses generationsübergreifenden und globalen Anpassungsprozesses, ohne den es Städte, Infrastrukturen, Gesellschaften, Technik, Wissenschaft und Gestaltung nicht in der gegenwärtigen Form geben würde. Farbe und Licht fungieren daher als Medien für den Erkenntnis- und Verständigungs- sowie den Problemlösungs- und Vermittlungsprozess, dessen Botschaften sich in der soziokulturellen Umwelt des Menschen sowie im Stand der Kompetenzentwicklung jedes einzelnen Individuums zeigen.</p>
<p><strong>Farbe und Licht als Kommunikationsmedien</strong></p>
<p>Die Sinnesempfindungen von Farbe und Licht werden von der menschlichen, wie auch von vielen anderen Spezies, nicht nur passiv erlebt, sondern aktiv für den räumlich-visuellen Verständigungsprozess genutzt. Dass die farbliche Anpassung an die Umgebungsbedingungen eines artspezifischen Lebensraums oder die Übernahme einer abschreckenden Tarnung eine Spezies vor Feinden schützen kann, ist seit langem bekannt, doch zeigen neue wissenschaftliche Untersuchungen, dass auch Tiere die Medien Farbe und Licht für die Verhaltenssteuerung und den Austausch von Informationen gebrauchen. Besonders auffällig für den menschlichen Beobachter zeigt sich der Verständigungsprozess beim Chamäleon, das seine Körperfarbe an die Wechsel- der Farb- und Lichtstruktur seiner Umgebung perfekt anpassen kann. Der höchste Grad an Veränderung lässt sich jedoch nicht bei der Anpassung der Körperfarbe an den Hintergrund feststellen, sondern bei der Kommunikation mit den Artgenossen. Ein Chamäleon ist in der Lage, durch den Wechsel seiner Körperfarbe differenzierte Botschaften an seine Artgenossen zu senden, um hierdurch seine Handlungsintentionen zu kommunizieren. Diese reichen von der Kampfbereitschaft, über die Unterwerfung bis hin zum Interesse an der Paarung. Darüber hinaus verkünden die Farbwechsel nicht nur seine Verhaltenszustände und Handlungsintentionen, sondern sie zeigen auch seine Antworten auf bereits empfangene Botschaften. So lässt sich zum Beispiel bei einem Chamäleon an der Hautfarbe feststellen, ob eine Aufforderung zur Paarung erfolgreich war oder auf Ablehnung gestoßen ist. Damit der Austausch von Botschaften nicht die Aufmerksamkeit von Feinden erregt, vollzieht sich dieser in so kurzen Intervallen, dass er für andere Spezies oft gar nicht sichtbar wird, weshalb diese Fähigkeit vom Menschen auch erst kürzlich entdeckt wurde. (Devi Stuart-Fox und Adnan Moussalli) An diesem Beispiel wird zugleich auch die Verknüpfung zwischen dem empfundenen Körperzustand und dem Erleben und Verhalten des Tieres deutlich, welche beim Menschen nicht grundsätzlich anders funktioniert, sondern lediglich komplexere Formen angenommen hat. Auch der Mensch teilt seiner Umwelt noch über den Farbwechsel der Haut unmittelbar seine emotionalen Verhaltenzustände und Handlungsintentionen mit, obgleich diese von den meisten Kommunikationspartnern meist nur unbewusst wahrgenommen werden. Die Rötung seines Gesichtes verweist je nach dem Kontext der Situation auf spezifische Erregungszustände, die seinen Mitmenschen Gefühle, wie Scham, Wut, Begehren, Kampfbereitschaft, Interesse oder Ablehnung signalisieren können. Die unbewusst vermittelte Botschaft eines emotional bedingten Körperzustandes kann nicht einfach unterdrückt oder manipuliert werden, weshalb dieser auch eine große Bedeutung hinsichtlich der Glaubwürdigkeit einer verbal getroffenen Aussage besitzt.</p>
<p><strong>Das multisensuelle Erlebnis von Farbe und Licht</strong></p>
<p>Die gewohnte Farbe aller bedeutsamen Entitäten seiner Umgebung repräsentiert sich mit allen anderen Inhalten aus der multisensuellen Auseinandersetzung mit der Umwelt in der Farb- und Lichtstruktur des Anschauungsraums, was die Erwartungshaltung eines Menschen so stark beeinflusst, dass er diese sogar noch sieht, wenn sie faktisch nicht mehr vorhanden sind. In einem Experiment wurden Versuchspersonen dazu aufgefordert, Computerdarstellungen mit Abbildungen von ihnen bekannten Früchten, wie Bananen oder Salat über eine Regelung insoweit zu entfärben, bis nur noch Graustufenverläufe zu sehen waren. Alle Ergebnisse wiesen jedoch Verschiebungen in den komplementären Farbbereich auf, weshalb die Bananen eine bläuliche Tönung zeigten und der Salat eine rötliche. Die Darstellung der Früchte in einem tatsächlichen Graustufenbereich wirkte dagegen auf die Versuchspersonen noch farbig, was darauf verweist, dass die aus dem Gebrauch gewohnten Farben vom Gehirn erzeugt werden, da die Probanden geometrische Objekte problemlos entfärben konnten. (Hansen T., Gegenfurtner, K.)</p>
<p><strong>Gedächtnisfarben oder Farberwartungen</strong></p>
<p>Man spricht im Bereich der Neurowissenschaften auch von „Gedächtnisfarben“, was gleichermaßen für die anderen formalen Eigenschaften der Farb- und Lichtstruktur, wie die Helligkeiten, Formen und Bewegungen gilt. Die „Gedächtnisfarben“ oder Farberwartungen bilden wiederum die Grundlage für die „Farbkonstanz“. Das Gehirn vergleicht hierbei die proportionalen Veränderungen der Farbigkeit von bekannten Objekten mit den Lichtbedingungen der Umgebung und korrigiert die „tatsächlich“ vorhandenen Farben entsprechend der Erwartungshaltung. Der Mensch kann auf diese Weise unterscheiden, ob die Veränderung der Farbigkeit vom Gegenstand selbst oder vom Umgebungslicht ausgeht. Die semantische Interpretation der Farb- und Lichtstruktur des Anschauungsraums ist auf den bedeutsamen Inhalt ausgerichtet, weshalb in der Regel der Einfluss des Umgebungslichtes auf die Umgebungssituation ausgeblendet wird, während die von den Objekten ausgehenden Veränderungen, wie zum Beispiel kleine Wechsel der Gesichtsfarbe eines Gesprächspartners bemerkt werden.</p>
<p>Prof. Axel Buether  (Auszug aus der Forschungsarbeit zur Entwicklung und Förderung der räumlich-visuellen Kompetenz)</p>
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		<title>Das Auto ist bürgerlich geworden und auf der Flucht vor dem schönen Schein</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 15:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Venn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Farbmarketing und Trendforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Auto Marketing Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Auto und Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Auto Zukunft Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Autofarbe]]></category>
		<category><![CDATA[Automobilfarbe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Interiors der PKWs gleichen nicht mehr einer mit bunten Klecksen versehenen Sportboutique oder gar einem sich vornehm gebenden rollenden Salon.
Eher mutiert das Innere zu einem auditiv-visuellen, technoiden, praktischen Medienraum oder einer subtropisch anmutenden, warmgetönten, semi-bequemen Lounge.
Das kräftige Getöse schreiender omnipotenter Kraftmerkmale innerer und äußerer Erkennungszeichen ist erst einmal vorbei. Das ehemals Laute der signalgebenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Interiors der PKWs gleichen nicht mehr einer mit bunten Klecksen versehenen Sportboutique oder gar einem sich vornehm gebenden rollenden Salon.</p>
<p>Eher mutiert das Innere zu einem auditiv-visuellen, technoiden, praktischen Medienraum oder einer subtropisch anmutenden, warmgetönten, semi-bequemen Lounge.</p>
<p>Das kräftige Getöse schreiender omnipotenter Kraftmerkmale innerer und äußerer Erkennungszeichen ist erst einmal vorbei. Das ehemals Laute der signalgebenden Artefakte weicht so allmählich geflüsterten Andeutungen.</p>
<blockquote><p><strong>Libidinöse Merkmale fehlen. </strong></p></blockquote>
<p>Das Auto als Potenzmittel zu nutzen, sozusagen als Viagra-Ersatz alternder oder jugendlicher Beschleunigungsfetischisten ist uncool, out und geächtet.</p>
<p>Was ist geschehen? Die Automobilindustrie hat von der Wirklichkeit, der augenblicklichen und der Branche recht bösartig gesonnenen, Kenntnis und von der Plünderung der Ressourcen, so erklärt sie, Abstand genommen. – Bis auf (ein bisschen) Weiteres.</p>
<blockquote><p><span> </span><strong>Wann endlich wird umprogrammiert? </strong></p></blockquote>
<p>Verinnerlicht hat sie das bisher noch nicht wirklich.<br />
– Die Vorstands- und Aufsichtsratsklone sind noch nicht umprogrammiert.<br />
Benzindampf und Reifenqualm vernebeln die Sinne. Geschwindigkeits-Ekstasen und Affentempo-Euphorien machen süchtig.</p>
<p>Die Nachahmungsfreude der Automobilisten und der Hersteller verhindert bislang und zukünftig Fortschritt. Klauen und Stibitzen gehören zum Handwerk. Forschen ist Ausforschen, Innovation eher Adaption, Originalität strotzt vor Gewöhnlichkeit. Gleichheit ist unübersehbar schöner als Differenzierung.</p>
<blockquote><p><strong>Albern die Ingenieur-Comediens torkelnd herum?</strong></p></blockquote>
<p>Die Marken und Autos sind sich so ähnlich wie die Mitglieder abgeschieden lebender Gebirgsclans, die ihre Eigenheiten auf Deubel-Komm-Raus weitervererben. Jeder erfolgreiche Hup-Ton oder Motoren-Sound ist nach kürzester Zeit ein konzertantes, uni-sonohaftes Globalereignis. Grinsende Autofronten oder sehnige, keilförmige, oder angerundete Silhouetten stellen gängige Ergebnisse der Ingenieur-Clowns dar, die gestylte Design-Plattitüden für ironische Absicht ausgeben.</p>
<p>Gerade, weil Automobile volkswirtschaftlich doch so wesentlich sind und den Industriegesellschaften Geld ins Portemonnaie pusten, wie Hersteller und Regierungen meinen, geben eitle Schläfrigkeit und Indolenz der Beteiligten Anlass zur Besorgnis.</p>
<p>Das Peter-Prinzip kann nicht nur der Allein-Schuldige sein.</p>
<blockquote><p><strong>Ist die Abwrackprämie der Supergau?</strong></p></blockquote>
<p>Die Abwrackprämie und ihr zumindest in Deutschland riesenhafter Erfolg war weder ein Triumph der Politik, noch ein Sternstunden-Ereignis der Automobilindustrie, sondern allein Zeichen ihrer mangelnden Kreativität und Visionskraft.</p>
<p>In Wahrheit wird sich diese Zerstörungsprämie als Supergau ihrer zukünftigen, extrem labilen Existenz beweisen. – Der Attraktivitätsverlust des Automobils wird eng mit dem Jahre 2009 verbunden bleiben: Den Machern der Abwrackprämie ist die massenpsychotische Negativ-Bedeutung als bleibendes, virulentes Ereignis bisher kaum bewusst, insofern nämlich, als dass Schnäppchen – und Vorteilsjäger die zukünftige Haupt-Clientel sein wird.</p>
<blockquote><p><strong>Der verlorengegangene Glamour des Automobils </strong></p></blockquote>
<p>An die Zukunft haben sie nicht gedacht: Das Auto hat ab sofort seinen Glamour, seine Würde, seine besitzerstolzausübende Zugkraft verloren. Der Deal gleicht dem des Mehrwegpfandsystems: „leere Flasche“ gegen „volle Flasche“.</p>
<p>Damit verliert das Automobil seinen Kult-, bzw. Kulturwert. Das Mystische der Identitätsmaschine liegt am Boden.</p>
<blockquote><p><strong>Tarnung und Verhüllung ist „In“</strong></p></blockquote>
<p>Das Auto wird sich äußerlich vor Scham verhüllen. Der Lack glänzt matter. – Das offensive Outing von glitzerndem Schwarz, Weiß und Silber macht einer Philosophie des Tarnens Platz. Anstelle von Rasanz und Dynamik kommt behäbiges Gleiten.</p>
<p>Mit Taupe (frz. Maulwurf) sind alle neuen Farben überzogen, ob<br />
Racing-Green, Greige (bestehende aus: Grau + Beige), Ocker, Wüstensand, Vermillon-Rot, oder Bronze und Titan, Kaktus oder Farngrün.</p>
<p>Die neuen Autos erscheinen im Mimikry-Gewand und tragen Trauer. Sie haben das Hätschelkind-Privileg verloren, sind austauschbar, geschlechtslos, teuer und grau. Wir haben schon immer gewusst: Es gibt nichts Hochnäsigeres als vorgetäuschte Bescheidenheit verborgen hinter blasser Unauffälligkeit. Ein paar bunte Farben existieren noch, sind aber nichts wert, sondern sind kaum anderes als bloße Staffage unausgeübter Heiterkeit und fehlenden Optimismus.<br />
– Was bleibt, ist die Hoffnung, auf dass uns die paar übrig gebliebenen Altkarossen noch lange erhalten bleiben, die trotz angesetzter Patina und altem Glanz schöne Tugenden durchblicken lassen.</p>
<blockquote><p><strong>Fazit: </strong></p></blockquote>
<p>Autos müssen Vieles sein: vielfältig und ambivalent, vernünftig, elegant, großartig, sensibel, unvernünftig, einzigartig, innovativ, archaisch, blinkend, kolossal, zartgliedrig, unverschämt, dynamisch, statiös, menschlich, kameradschaftlich etc., jedoch niemals bescheiden und übersehbar.<br />
<em>Axel Venn 2009</em></p>
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